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Südostbahn testet automatisierte Züge

St.Gallen/Wallisellen ZH - Die Schweizerische Südostbahn (SOB) wird ab Dezember 2019 Testfahrten mit Zügen durchführen, die automatisiert fahren können. Die Rail Systems Engineering AG hat dafür laut einer Jury das beste Konzept vorgeschlagen, Stadler Rail das zweitbeste.

Die SOB will von Dezember 2019 bis Dezember 2020 einen Pilotbetrieb mit Fahrassistenzsystemen durchführen. Die Züge sollen jeweils in der Nacht ohne Reisende im Toggenburg fahren. Dabei sind die Lokführerin oder der Lokführer laut einer Mitteilung des Bahnunternehmens nur noch für die Sicherheit zuständig. Sie können bei Bedarf die Züge auch manuell bedienen. In einer zweiten Phase sollen die Fahrzeuge auch im Reiseverkehr auf der S-Bahnstrecke zwischen Wädenswil ZH und Einsiedeln SZ eingesetzt werden. 

Eine Jury hat nun die erfolgversprechendsten Konzepte ausgewählt. Danach hat die Rail Systems Engineering AG aus Wallisellen das beste Konzept vorgelegt. Das Unternehmen war 2008 in Malaysia gegründet worden und hatte sich ein Jahr darauf mit der Open Track Railway Technology GmbH in der Schweiz zusammengeschlossen. Auf dem zweiten Platz folgt Stadler Rail, auf dem dritten Bombardier Transportation (Switzerland). Die Jury empfahl, zwei der Konzepte weiterzuverfolgen.

Das Pilotprojekt gehört zum Teilprogramm automatisiertes Fahren, für das die SOB im Rahmen von smartrail 4.0 verantwortlich ist. Mit der Automatisierung soll die bestehende Infrastruktur optimal genutzt werden können. Am Branchenprogramm smartrail 4.0 beteiligen sich auch die SBB, die BLS, die SOB, die Rhätische Bahn und der Verband öffentlicher Verkehr. stk

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