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Solarenergie soll Kreislaufwirtschaft antreiben

Dübendorf ZH - Ein Konsortium aus 20 europäischen Partnern – unter ihnen auch die Empa –  bereitet sich auf ein neues Grossforschungsprojekt vor. Dabei sollen Solarenergie und atmosphärische Gase die nötige Energie für Treibstoffe und Produkte der chemischen Industrie liefern.

Heute werden Treibstoffe und Produkte der chemischen Industrie in erster Linie auf Basis von fossilen Brennstoffen hergestellt. Dies soll sich künftig ändern. Dazu haben 20 europäische Partner aus Hochschulen, Forschungslabors und der Industrie das Projekt SUNRISE - Solarenergie für eine Kreislaufwirtschaft ins Leben gerufen. Zum Konsortium gehört als einziger Schweizer Partner auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa).

Ziel des Konsortiums ist es, mit Solarenergie und atmosphärischen Gasen wie Kohlendioxid, Wasser und Stickstoff eine Alternative für fossile Brennstoffe bei der Herstellung von Treibstoffen und Produkten der chemischen Industrie zu schaffen. So soll ein nachhaltiger Kohlenstoffkreislauf entstehen, der den CO2-Gehalt in der Atmosphäre zunächst senken und dann langfristig stabilisieren soll. „Gleichzeitig sollen Landflächen sowie natürliche Ressourcen nachhaltig im Sinne einer Kreislaufwirtschaft genutzt werden“, so die Empa in einer Mitteilung.

Das Projekt SUNRISE des Konsortiums ist den Angaben der Empa zufolge kürzlich im Rahmen des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 als eine von sechs Koordinations- und Unterstützungsmassnahmen (kurz CSA) ausgewählt worden. Es ist damit Kandidat für eine nächste europäische Grossforschungsinitiative und wird ab Frühjahr 2019 für ein Jahr mit 1 Million Euro finanziert. Die Partner erarbeiten nun eine Grundlage für eine Grossforschungsinitiative. Bis zum Ende der Laufzeit des CSA im Frühling 2020 will das Konsortium einen Plan für die Umsetzung der Forschungsinitiative veröffentlichen.

„In absehbarer Zeit wird ein Portfolio von SUNRISE-Technologien klimaneutrale Industrien in intelligenten, lebenswerten Städten antreiben, die weit über die heutigen Vorstellungen hinausgehen“, so Huub de Groot, Professor an der Universität Leiden, der das CSA-Projekt koordiniert. „Wir werden eine saisonale Energiespeicherung in einer abfallfreien Gesellschaft ermöglichen und gleichzeitig den CO2-Ausstoss senken.“ ssp

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