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Empa forscht an Graphen-Sicherheit

Dübendorf ZH - Die EU-Grossforschungsinitiative Graphene Flaghip soll Potenziale und Risiken bei Graphen ermitteln. Das Material aus Kohlenstoff gilt als Wundermaterial der Zukunft. An Bord des Graphene Flagships sind auch Wissenschaftler der Empa.

Das Material Graphen besteht aus einer einzelnen Schicht aus hexagonal angeordneten Kohlenstoffatomen, informiert die Empa in einer Mitteilung. Seine Flexibilität, Transparenz und Stärke, seine hohe Wärmeleitfähigkeit sowie seine Fähigkeit, unterschiedliche elektrische Eigenschaften anzunehmen, machen es zu einem Kandidaten für das Wundermaterial der Zukunft. In der europäischen Grossforschungsinitiative Graphene Flagship werden daher bereits seit fünf Jahren die Potenziale, aber auch die Risiken von Graphen erforscht. Am bisher grössten Forschungsprogramm der EU sind auch Wissenschaftler der Empa beteiligt.

Die Schweizer Wissenschaftler nehmen dabei insbesondere die potenziellen Schattenseiten von Graphen unter die Lupe. Forschende des Particles-Biology Interactions Lab an der Empa untersuchten zum Beispiel, „wie sich Graphenoxid in der menschlichen Lunge, Magendarmtrakt oder an der Plazentabarriere auswirkt“, wird in der Mitteilung erläutert. Ihre Arbeiten flossen dabei auch in eine zur Halbzeit des Graphen-Forschungsprojekts erstellte systematische Übersichtsarbeit ein, die „den aktuellen Wissenstand zum Thema Sicherheit von graphenbasierten Materialien aufzeigt“, heisst es dort weiter.

„Wir sehen uns hier als eine Art Geburtshelfer für die Bestimmung der Sicherheit von graphenbasierten Materialien und Produkten“,wird Peter Wick, Leiter des Particles-Biology Interactions Lab an der Empa, in der Mitteilung zitiert. Ihm zufolge müssen aber noch viele Wissenslücken gefüllt werden, „bevor wir eine klare Voraussage machen können, wie sich ein graphenbasiertes Material mit bestimmten Eigenschaften auf biologische Systeme auswirkt“. hs

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